Cognitive Load Reduction
Das Prinzip, die geistige Anstrengung eines Nutzers beim Erfassen von Inhalten so gering wie möglich zu halten. Alles, was nicht direkt zur Kernbotschaft beiträgt, wird gnadenlos entfernt.
Das bedeutet
Die Aufmerksamkeitsspanne Ihres Kunden ist ein extrem knappes Budget. Jedes zusätzliche Wort, jedes unwichtige Bild und jedes zusätzliche Feld im Kontaktformular kostet kognitive Energie. Wenn das Konto leer ist, bevor er den "Senden"-Button drückt, geht er. Machen Sie es ihm idiotensicher.
Die Konsequenz
Überfrachtete Websites wirken vielleicht für den Inhaber wie ein Zeichen von Fachkompetenz, für den Nutzer sind sie reiner Stress. Hohe kognitive Last ist der direkteste Weg, um teuer eingekauften Traffic noch in der ersten Minute komplett zu verbrennen.
Der klassische Agentur-Fehler
Den Footer (die Fußzeile) als Müllhalde für alle Links nutzen, die nirgendwo anders hingepasst haben. Das erzeugt massives visuelles Rauschen und lenkt von den Seiten ab, die wirklich vertriebsrelevant sind.
Das Praxis-Beispiel
Schlecht: Ein Textblock mit 250 Wörtern am Stück ohne Absätze oder Fettungen. Gut: Der gleiche Text gekürzt auf 100 Wörter, strukturiert in drei harte Bulletpoints und eine klare, gefettete Kern-Aussage (sogenanntes Chunking).
Der Sofort-Hebel
Prüfen Sie das Navigationsmenü Ihrer Website. Wenn dort mehr als fünf Punkte stehen, fassen Sie diese zusammen oder streichen Sie sie. "Home" als eigener Button ist z.B. völlig überflüssig, da ein Klick auf das Logo denselben Zweck erfüllt.